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18 Oktober 2017

Facebook-Chatbots entwickelten ihre eigene Sprache – Experiment abgebrochen

Posted in Oktober 2017

Bild: chatbotsmagazine.com

Chatbots sind noch nicht sehr intelligent. Sie können einfache Fragen beantworten und simple Aufgaben erledigen, wie zum Beispiel einen Tisch im Restaurant für eine bestimmte Uhrzeit reservieren. Aber auf Schwierigkeiten reagieren, abwägen, Kompromissen eingehen? Fehlanzeige!

Um das zu ändern, hat man bei Facebook ein Experiment mit künstlicher Intelligenz gestartet. Zwei Chatbots wurden programmiert, Alice und Bob. Sie sollten Hüte, Bälle und Bücher unter sich aufteilen. Für Alice war ein Hut drei Punkte wert, für Bob nur zwei. Doch er bewertete die Bücher höher. Das wussten die beiden nicht voneinander, denn sie sollten ja verhandeln lernen und das so lange tun, bis beide zufrieden sind. 

Doch schon bald wurde das Gespräch ein bisschen seltsam. Bob sagte: "I can can I I everything else."
Und Alice: "Balls have zero to me to me to me to me to me to me to me to." 

12 September 2017

ta-daa: der erste Emoji-Übersetzer der Welt

Posted in September 2017

Bild: refinery29, courtesy of Keith Boni

Letztes Jahr fragte ein Kunde bei der Übersetzungs-Agentur „Today Translations“ in London an, ob man die Familiengeschichte des Kunden in Emoji übersetzen könne? Die Agentur musste leider passen, aber sie erkannte das Potenzial in dieser Anfrage.
Wenn man bedenkt, wie oft und wie selbstverständlich Emojis heute verwendet werden, war es nur eine Frage der Zeit, bis sie für das Marketing und für professionelle Übersetzungen relevant werden.

Also schaltete die Agentur eine Stellenanzeige für einen Emoji-Übersetzer. Da es keine Muttersprachler für Emoji gibt und auch keine vorgeschriebene Ausbildung, hielten sich eine Menge Leute für qualifiziert und bewarben sich. Unter 500 Mitbewerbern setzte sich schließlich Keith Broni durch und bekam den Job.

Technische Barrieren und Kekse

Nun arbeitet Keith an Emoji-Übersetzungen wie z.B. „no pain, no gain“ (ohne Fleiß kein Preis) und „speak of the devil“ (wenn man vom Teufel spricht ...).
Aber er muss sich auch mit technischen Problemen herumschlagen. Emojis werden in verschiedenen Betriebssystemen unterschiedlich dargestellt. Am 07. Juli 2017 war Welt-Schokoladen-Tag, und das Krümel-Monster von der Sesamstraße verschickte einen Tweet, in dem es Chocolate Chip Cookies feierte und den Tweet mit entsprechenden Emojis garnierte. Die sahen auf Samsung-Geräten aber nicht aus wie Chocolate Chip Cookies, sondern wie Salz-Cracker. Das hat dem Krümel-Monster so leid getan, dass es einen weiteren Tweet für die benachteiligten Samsung-Besitzer hinterherschickte. Die Geschichte ist im Netz unter „Samsung ruins Cookie Monsters Day“ zu finden. 

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Gute Werbung ist Entertainment, schlechte ist Spam.

Noch nie gab es so viel Werbung wie heute. Es ist zuviel, deshalb wird sie oft ignoriert. Andererseits gab es noch nie so viele Auszeichnungen für Werbung wie heute – gute Werbung ist eben auch Entertainment. Wie kommt man also zu guter Werbung?

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Bei Online-Texten muss es Klick machen.

Im Internet muss ein Text auf den Punkt kommen, sonst ist der Leser weg. Deshalb muss Webtext informieren, unterhalten und zum Handeln motivieren. Da muss es Klick machen, zuerst im Kopf des Lesers, und dann an seiner Maus.

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Ich bin Texter, es musste so kommen

Ich habe mir diesen Beruf nicht ausgesucht, er hat mich ausgesucht. Also bin ich Werbe-texter geworden, ein verbales Trüffelschwein, ein Zielgruppenflüsterer.

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